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Schule in der Coronazeit

18. 05. 2020

Seit Freitag, den 13. März sind jetzt unsere Schulen geschlossen, - und auch alles im übrigen Leben ist anders als sonst.

Den Kindern fehlten zunächst weniger die Schultage, aber vielleicht die Freunde, der gemeinsame Sport, die Pausen, das Singen, das Lieblingsfach, dann allmählich vielleicht auch das Lernen mit anderen, die Erklärungen der Lehrerin, die verschiedenen Materialien, das  Klassenzimmer, der Fächerwechsel, die alltägliche Tagesstruktur.

Auch den Lehrerinnen fehlt viel: Der direkte Kontakt, das Beobachten, das Anleiten, das gemeinsame Singen, die direkte Rückmeldung der Kinder.

Aber wir sind auf einem guten Weg. Jede Lehrerin hat ihren persönlichen Weg gefunden, ihre Kinder im Lernen zu begleiten. Das reicht von Zoom und snap über Sprach- und Videonachrichten, Scans und virtuelle Hausaufgabenbetreuung bis hin zur persönlichen Begegnung, mit den gebotenen Einschränkungen.

 

Die Organisation ist immens, alle sind verunsichert und müssen doch zusammenarbeiten, das ist manchmal schwer. Aber nachdem noch nie jemand so eine Situation erlebt hat, dürfen alle ein wenig tasten, Fehler machen und korrigieren, nachfragen und neue kreative Wege gehen.

 

Wir versuchen uns in allem an die Hygienevorschriften zu halten, Waschbecken und Toiletten sind blitzblank, dank unseres zuverlässigen Putzteams. Die Wege sind markiert, um die Abstände einzuhalten und die Pausen gestaffelt, damit sich nicht alle Kinder gleichzeitig draußen tummeln. Es gibt genügend Seife, Desinfektion und nun auch noch für jedes Klassenzimmer einen Plastikwandaufsteller, um einzelnen Kindern etwas zu erklären - mit dem nötigen Abstand! Bisher sind nur die Viertklässer in kleinen Gruppen in der Schule gewesen, am 18. Mai kamen die Erstklässler dazu, wochenweise jeweils eine halbe Klasse. Die andere Hälfte lernt zu Hause. Auch das erfordert viel Planung, denn der Stoff, den man mit der Lehrerin in der Schule lernt, kann ja nicht 1:1 zu Hause mit den Eltern „durchgenommen“ werden.

Die Zweit- und Drittklässler dürfen vor den Pfingstferien leider nur jeweils für eine Stunde zu einem pädagogischen Gesprächsangebot in die Schule kommen.

Wir hoffen, dass nach den Pfingstferien alle - zumindest in wochenweisem Wechsel - wieder in die Schule kommen dürfen. Denn eines wird nun immer deutlicher: Gemeinsames Lernen mit der Lehrerin und den Mitschülern ist durch kein digitales Medium auf Dauer zu ersetzen.

Manchmal muss ein Mangel entstehen, damit man etwas wieder neu schätzen lernt.

 

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